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Sicherheit beim Gleitschirmfliegen: Erweiterte Notfallausrüstung

Sicherheit Anfänger
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Wie erweitertes Equipment die Kritikalität von Fehlerketten abmildern kann

Der tragische Unfall beim DFS (Dolomiti Superfly) hat mich stark berührt und wieder daran erinnert, wie schnell aus Spaß, Wettbewerb und dem Fliegen generell eine relativ ernste Situation werden kann, welche im Worstcase auch tödlich endet.

Chrigel Maurer selbst meinte zum Unfall folgendes (Zitat Instagram Story chrigelmaurer_offiziell):

We shared the same passion for flying and hiking at these hike-and-fly competitions, most recently during the past three days at the Dolomiti Super Fly. It is deeply painful to realise that we will no longer be able to share these moments.

We are exposed to many dangers in the mountains. Cables and ropes are a significant risk, and even the best safety equipment can never provide complete protections. This was a tragic accident that could have happened to anyone – and I am very aware of that. Stay safe.

Dieser Unfall hat mich wieder daran erinnert, wie stark man doch beim Fliegen seiner Umwelt und den Konsequenzen seines Handelns ausgesetzt ist. Wenn äußerst erfahrenen Athlet:innen solche Dinge passieren, macht einen das nachdenklich – und man hinterfragt das eine oder andere.

In diesem Kontext hat es mich auch dazu gebracht, etwas über meine Notfallausrüstung und der generellen Sicherheit beim Fliegen, gerade im Bezug auf die Ausrüstung, nachzudenken – und an manchen Stellen nochmals nachzubessern.

Nachfolgend möchte ich gerne ein paar Gedanken und Überlegungen teilen, welche sich für mich im Laufe der Zeit als wertvoll herausgestellt haben.

Dieser Artikel ist bestimmt unvollständig und aus der Sicht eines relativ frischen Piloten geschrieben – aber ich denke doch berechtigt. Denn ein Gesamtbild bildet sich aus der Summe der Erfahrungen und Meinungen, und ein reger Diskurs darüber kann in der gesamten Szene dazu beitragen, die Sicherheit zu erhöhen.

Inhaltsverzeichnis

Die Basics

Mein Hauptaugenmerk hier soll nicht auf der grundsätzlichen Ausrüstung einer Gleitschirmfliegenden Person liegen. Dazu zählt für mich vor allem der Schirm, das Gurtzeug, der Helm, Retter und entsprechende Kleidung mit Handschuhen. Trotzdem finde ich es wert, nochmal kurz über ein paar Aspekte zu gehen.

Turnusmäßige fachmännische Überprüfung

Den Schirm alle 2 Jahre zum Check zu bringen (oder entsprechend fachmännisch durchführen) gehört zu den absoluten Basics und verhindert, dass unzureichend sichere Ausrüstung noch geflogen wird.

Dazu gehört ebenfalls das regelmäßige Überprüfen und Packen des Retters:

  • gerade bei viel Einsatz mindestens 1 Mal im Jahr, besser öfter
  • besonders vor kritischen Ereignissen wie z. B. SIVs oder besonders anspruchsvollen Flugbedingungen
  • oder eben auch nach stärkerer Beanspruchung der Ausrüstung wie Feuchtigkeit oder auch Kontakt mit Sand oder Ähnlichem

Regelmäßige Eigenkontrolle und Überprüfung

Außerhalb der turnusmäßigen Überprüfung ist aber auch ein eigenständiges, regelmäßiges Überprüfen der Ausrüstung unerlässlich. Nähte und tragende Bestandteile sind relevante Bestandteile einer funktionierenden Austattung und ein Ausfall kann der Start oder ein weiterer Punkt in einer ungünstigen Fehlerkette sein.

Ich mache mir zu selten die Mühe, einen detaillierteren Blick auf die Ausrüstung zu werfen und entsprechende Schwachstellen festzustellen, was mir vor Kurzem wieder bewusst wurde.

Ein konkretes Beispiel: Bei einem Sicherheitstraining hatte mein Gleitschirm eine stark beschädigte mittlere C-Leine in der Galerieebene. Mir wäre das überhaupt nicht aufgefallen. Eine anderer aufmerksamer Pilot machte mich nach der Landung auf ein metallisches Blinken im Schirm aufmerksam – was zur Folge hatte, dass wir uns das etwas genauer ansahen.

Vermutlich wäre ein Leinenriss im Einzelfehlerfall kein Problem gewesen, der Schirm wäre wahrscheinlich trotzdem sauber weitergeflogen, aber es sind eben selten einzelne Ereignisse, welche zu Unfällen führen.

Mein Learning daraus: Wirf öfter einen kritischen Blick auf die Ausrüstung, selbst wenn sie regelmäßig fachmännisch gecheckt wird.

Eine vorbeschädigte C-Leine in der Galerieebene, aufgefallen nur durch einen anderen aufmerksamen Piloten
Die beschädigte C-Leine nach der Landung im Detail.

Angepasste Ausrüstung für Pilot:innen

In meiner Wahrnehmung ist ebenfalls eine zum Können und zur Erfahrung von Pilot:innen passende Ausrüstung wichtig.

Beispiel: Es bringt nichts, eine steuerbare Rettung zu besitzen, wenn ich noch keinerlei Erfahrung mit meiner nicht steuerbaren Rettung habe oder die entsprechende Rettung unter sicheren Bedingungen getestet habe. Im Worstcase verschaffen die höheren Nutzungsanforderungen ein höheres Unfallrisiko mit schwereren Ausgängen, weil die Ausrüstung nicht korrekt und im Ernstfall zu zögerlich oder falsch benutzt wird.

Ein weiteres Beispiel wäre der Umstieg vom Sitz- in ein Liegegurtzeug. Durch die näher aneinander angeordnete Aufhängung und den verlängerten Beinhebel steigt z. B. die Twistgefahr. Habe ich im Sitzgurtzeug noch keinen Twist erlebt und entsprechend handeln können, wird das im Liegegurtzeug entsprechend anspruchsvoller.

Der Faktor Stress spielt eine wesentliche Rolle. Von daher macht es immer Sinn, sich mit all seinen Sicherheitsfeatures seiner Ausrüstung unter relativ stressfreien Bedingungen vertraut zu machen. Dinge, die im Muskelgedächtnis gespeichert sind, können automatisiert abgerufen werden und können den Faktor Stress zu einem Großteil verringern.

Übung übung übung

Wie bereits beschrieben, ist es sehr wertvoll, sich unter relativ stressfreien und sicheren Bedingungen mit der Ausrüstung vertraut zu machen und das Nutzen dieser auch zu trainieren. Ein paar Möglichkeiten dazu:

  • Groundhandling: Hier kann ich mich gut mit den grundsätzlichen Dingen meiner Ausrüstung beschäftigen. Dazu gehört auch das Ein- und Ausdrehen beim Rückwärtsstart und vielleicht auch mal eine Klappersimulation durch Ziehen der entsprechenden A-Leinen. Ein Abreisen des Schirmes lässt sich am Boden gut durch starkes Ziehen der Bremsen testen, und auch Twists kann ich bei stärkerem Wind gut simulieren. Und wenn ich schon auf der Wiese stehe, kann ich gleich noch einen kritischen Blick auf meine Ausrüstung werfen.
  • Rettertrainings werden häufig von Vereinen und Flugschulen angeboten. Auch wenn die da genutzten Techniken nur stark bedingt an die Realität heranreichen, so kann man sich trotzdem mit sicherheitskritischen Teilen seiner Ausrüstung auseinandersetzen und damit Hürden abbauen. Wer schon mal an dem Rettungsgriff gezogen und den Container geworfen hat, wird im Ernstfall eher daran denken, und die Hürde ist geringer, ihn tatsächlich auch zu nutzen. Das Kennen der Ausrüstung ist grundlegender Bestandteil von Vertrauen in diese und damit ein Sicherheitsgewinn.
  • Sicherheitstrainings und Performance-Schulungen helfen, die Grenzen des eigenen Erlebten zu verschieben und auch kritische Situationen unter relativ sicheren Bedingungen erleben zu können. Viele Pilot:innen meinen oft nach der Ausbildung: „Ich flieg erst mal, dann später mache ich ein SIV.“ Meine persönliche Meinung ist hier zwiegespalten, und ich plädiere für ein möglichst baldiges Besuchen einer solchen Veranstaltung nach der Ausbildung. Nicht nur wegen eines deutlichen Sicherheitsgewinns durch Grenzverschiebung der Komfortzone, sondern auch weil dadurch die weiteren Fortschritte in der fliegerischen Laufbahn einfacher fallen. Wer seinen Schirm besser kennt, wird vertrauter und entspannter darunter fliegen und kann sich früher auf andere Aspekte des Fliegens konzentrieren, was wiederum zu einem größeren Fenster der möglichen Bedingungen und Orte führt. Mehr effektives Training = mehr Sicherheit = mehr Flugmöglichkeiten = mehr Training = und so weiter und so fort.

Zusätzliche Sicherheitsausrüstung

Das oben Genannte ist für mich vor allem absolute Basis für ein sicheres Fliegen.

Der eigentliche Punkt des eingangs beschriebenen Ereignisses jedoch waren Gedanken und Ideen zu weiterführenden Ausrüstungsgegenständen, die im bereits eingetretenen Worstcase Schlimmeres verhindern können. Hier ist der Fehler schon viel früher passiert, aber wie immer: Die Ereigniskette macht die Kritikalität, und vielleicht helfen manche Gegenstände, diese zu mildern.

Und nicht immer braucht man die Sachen für sich selbst. Im Notfall ist es wichtig, auch erste Hilfe leisten zu können, und vor allem als Fliegergemeinschaft sind wir auch aufeinander angewiesen. Nachfolgend ein paar Dinge, welche sich im Laufe der Zeit bei mir etabliert haben, auch wenn ich es bis dato selbst noch nicht gebraucht habe.

Kompaktes Erste-Hilfe-Set

Wir bewegen uns beim Fliegen immer draußen in der Natur, oft in relativ abgeschiedenen Gebieten. Es ist nicht unwahrscheinlich, sich bei einer kleinen Unachtsamkeit eine größere Schramme oder Verletzung zuzuziehen.

Und alleine schon, weil ich keinen Bock hab, meine Ausrüstung oder Klamotten vollzubluten, machen Pflaster oder ein kleiner Verband einfach Sinn. Zudem kann eine Schere auch aus vielen anderen Gründen hilfreich sein.

Wir haben mit unserem Schirm zwar ein hervorragend wärmendes Stück Tuch dabei, was im Ernstfall gut vor Kälte und Witterung schützen kann, dennoch macht in meinen Augen eine Rettungsdecke durchaus Sinn:

  • sie kostet wenig Platz
  • ist extrem stabil und reißfest
  • kann auch gut dazu dienen, vom Boden aus in der Luft befindliche Fahrzeuge auf sich aufmerksam zu machen
  • und Menschen kann man damit im Worstcase auch transportieren

Es gibt einige sehr kleine und leichte Erste-Hilfe-Packs für wenig Geld, und meins hat sich in meinem tragbaren Cockpit gemütlich gemacht. Dadurch ist es immer dabei.

Kurz: Ein kleines Erste-Hilfe-Set ist relativ günstig zu beschaffen, braucht wenig Gewicht und Platz und ist im Bedarfsfall ein riesen Gewinn.

ein kleines Erste Hilfe Set, was viel nützliche Gegenstände für den Worstcase enthält und wenig Platz braucht.
Das kompakte Erste-Hilfe-Set im Überblick.

Baumschlinge / Sicherungsset

Baumlandungen sind oft eine relativ gute Möglichkeit, aus einer wirklich ungünstigen Situation noch relativ sicher auf den Boden zu kommen. Ein strategisch gut gewählter Baum in einem Gebiet, in dem ich keinen Landeplatz mehr erreiche und wo sonst nur Stromleitungen oder Wasser vorherrscht, kann den entscheidenden Unterschied machen.

Die Landung ist das eine – aber was kommt danach? Wenn ich mich nicht im Baum sichern kann, bringt mir auch diese Baumlandung nur wenig. Bis die Rettungskette aktiv wird und ich in dem Baum auch gefunden werde, vergeht vermutlich mindestens eine halbe Stunde, in anderen Fällen gerne auch mal mehrere Stunden.

Eine ungünstige Position im Gurtzeug kann schnell zu einem Hängetrauma führen. Durch Abschnüren des Blutes kann dann auch Ohnmacht oder Schlimmeres folgen. Oder auch blöd: Der Gleitschirm hält mich zwar ein paar Minuten im Baum, aber irgendwann geben die Äste nach, und ich fall trotzdem nach unten.

Hier hilft dann ein Baumsicherungsset, was es mir ermöglicht, mich sicher am Baum festzumachen und in einer einigermaßen komfortablen Situation auf Hilfe auszuharren.

Um noch auf den eingangs erwähnten Unfall einzugehen – kollidiere ich mit einer Seilbahn und kann mich irgendwie festklammern, so geht das mit Adrenalin ein paar Minuten gut. Wer weiß, ob hier nicht auch eine entsprechende Sicherungsmöglichkeit helfen kann – um ein Abstürzen zu verhindern.

Wo die Baumschlinge sitzen sollte

Ein kurzer Gedanke zur Anbringung der Ausrüstung: Vermutlich bringt es wenig, wenn die Baumschlinge sich weit hinten im Gurtzeug-Rucksack befindet. Wenn ich es brauche, wäre ein schnelles und einfaches Herankommen also durchaus hilfreich.

Es gibt kleine Beutel, welche sich mittels Karabiner gut an einem geeigneten Ort am Gurtzeug festmachen lassen und in welchen die Schlinge verstaut werden kann. Es versteht sich von selbst, dass eine solche Befestigung so angebracht wird, dass reguläre Flugsituationen wie Starten, Landen und Fliegen nicht beeinträchtigt werden.

Eine Schlinge welche zum sichern an höher Gelegenen Orten hilft und eine möglichkeit der Befestigung am Gurtzeug
Beispiel einer Baumschlinge.

Triller / Signal-Pfeife und Rettungsschnur

Erstere gehört für mich ebenfalls zur Standardausrüstung. Gerade in dicht bewachsenen oder abgelegenen Gebieten wird es schwierig, sich nur durch Rufen lange Zeit auf mich aufmerksam zu machen. Die Stimme wird sehr bald versagen und ist auch längst nicht so effektiv wie das schrille Pfeifen einer Pfeife.

Diese wiegt fast nichts und lässt sich auch gut in einer seitlichen Tasche des Gurtzeugs verstauen. Hier kommt es nicht auf Geschwindigkeit, sondern vor allem Zuverlässigkeit an. Sollte ich sie brauchen, ist es wichtig, dass ich zuverlässig ran komme.

Rettungsschnur – sinnvoll oder nicht?

Eine Rettungsschnur kann dazu beitragen, Rettungskräfte bei Einsätzen zu unterstützen und entsprechende Sicherungsseile zu mir hochzuziehen. Bei diesem Objekt bin ich jedoch zwiegespalten. Es stellen sich mir hier mehrere Fragen:

  • Inwieweit können die Rettungskräfte mir tatsächlich eine ordnungsgemäße Sicherung anvertrauen, an der vielleicht sogar deren Leben hängt?
  • Außerdem ist die Fähigkeit und Ausrüstung der Rettungskräfte oft besser aufgestellt, als eine solche Rettungsschnur helfen kann – und mit entsprechenden Steig- und Klettereisen sind diese sicherer auf den Baum geklettert, als ich entsprechende Seile festmachen kann.
  • Und dann kommt ja immer noch der Kompromiss des Gewichts und der Menge der Gegenstände ins Spiel. Je mehr Objekte ich greifbar bei mir habe, desto komplexer wird der Gesamt-Flugapparat. Es gibt mehr Dinge zu überprüfen und auch wieder mehr Fehlerpotential.

Auch wenn eine solche Rettungsschnur ebenfalls nicht sonderlich viel wiegt und in der Einzelheit nicht komplex ist, ist sie bei mir wegen der genannten Punkte nicht in der Standardausrüstung enthalten.

Eine Signalpfeife, welche wenig wiegt und im Ernstfall für konstante Lautstärke funktionieren kann, zudem eine Rettungsschnur zum heraufziehen von stärkeren Rettungsseilen oder anderen Objekten.
Signalpfeife und Rettungsschnur als leichte Notfallhilfe.

Gurtschneider / Kappmesser

Einen letzten Gegenstand möchte ich hier noch aufführen, welchen ich ebenfalls für essentiell halte. Einfache Gurtschneider können in vielen Situationen helfen, Druck rauszunehmen.

Man stelle sich z. B. eine Wasserlandung vor: Vollgesaugte Klamotten, ein aufschwimmender Protektor und Leinen können innerhalb von wenigen Sekunden für ein tödliches Gefängnis sorgen. Oder etwas banaler: Landung an der Brandung, nur etwas verschätzt, und der Schirm setzt im Wasser auf. Durch die Wellen wird man sofort ins Wasser gezogen, und entsprechend kritisch wird die Situation innerhalb von kürzester Zeit. Sich in einer solchen Situation von der Ausrüstung loszuschneiden kann der Unterschied zwischen einem teuren Verlust des Geräts oder dem eigenen Leben ausmachen.

Ein weiteres Beispiel aus dem lokalen Schlepp-Verein hat Folgendes gezeigt. Durch ungünstige Windbedingungen erhielt ein Pilot in der Luft einen 180-Grad-Twist, gefolgt von einer Autorotation, welche nicht mehr zu kontrollieren war. Der Pilot warf den Retter, jedoch gelang es ihm nicht, den Hauptschirm entsprechend zu deaktivieren, was zu einer Scherenstellung zwischen Retter und Schirm führte. Da er jedoch einen Gurtschneider griffbereit hatte, gelang es dem Piloten, den Hauptschirm an den Tragegurten zu kappen, und der Retter konnte vollständig die Kontrolle übernehmen. Passiert ist der Person nichts; die einzige Konsequenz war eine notwendige Reparatur am Hauptschirm.

Fazit zum Gurtschneider: Ein entsprechendes Messer griffbereit zu haben ist für mich also wirklich ein wertvolles Plus für den Worstcase.

Ein kleiner handlicher Gurtschneider zum schnellen und einfachen Kappen von Leinen und Gurten
Kleiner Gurtschneider, griffbereit am Gurtzeug.

Fazit und Abschlussgedanken

Am Ende wird zusätzliche Ausrüstung Unfälle und Verletzungen nicht verhindern können. Dennoch erweitert Sicherheitsausrüstung die Optionen um selbst in kritischen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Und darum gehts hier vor allem, wenn die Optionen ausgehen, dann wird es wirklich kritisch. Vielleicht hätte bei dem Retter-Abgang ein Kappen des Hauptschirmes vermieden werden können, wenn vorher ein SIV durchgeführt und ein Retter-Abgang trainiert worden wäre. In dem konkreten Fall hat es jedoch den Piloten vor schlimmeren bewahrt und entsprechend wirkungsvoll war diese Ausrüstung.

Das Fliegen ist eine individuelle Angelegenheit, und alle legen dabei auf unterschiedlichste Aspekte Wert:

  • Manchen ist möglichst wenig Gewicht wichtig, um schnell und leicht auf den Berg zu kommen.
  • Andere möchten einfach ab und zu abschalten und fliegen vor allem bei sehr ruhigen Bedingungen und fahren vielleicht sowieso mit dem Auto oder Seilbahn zum Startplatz.
  • Manchen ist das Erleben und die Endorphinausschüttung am wichtigsten.
  • Manche sind äußerst Sicherheitsbewusst und legen hohen Wert auf Unversehrtheit.

Ich denke, dass es wie immer im Leben ein Kompromiss aus verschiedenen Punkten gibt, und für mich hat sich die Summe der aufgeführten Punkte als ein guter Kompromiss aus wenig Gewicht, einfacher Handhabung und trotzdem vielen Optionen ergeben, welche in vielen Fällen einer Fehlerkette hilfreich sein können.

Hinweis zu Feedback

Ich beschreibe hier viel aus meiner eigenen Brille und der bisherigen Erfahrung. Bestimmt habe ich den ein oder anderen wesentlichen Ausrüstungsgegenstand vergessen, oder du bist anderer Meinung. In jedem Falle bin ich für Anregungen, Kritik oder einfach nur Feedback wirklich dankbar und freu mich über eine Rückmeldung. Du erreichst mich entweder via verlinkten Social-Media Kanälen oder dem Kontaktformular.

Stay safe und always good Flights